exhalation
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BlackWolf's Story
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Chapter 1: Die Reise beginnt

"Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?", schimpfte mein Großvater und sah und tadelnd an. "Ich weiß, ihr seid jung wie die Nacht und Vorschriften liegen euch nicht, aber das ihr sowas macht.. es war wirklich gefährlich!"

Pfote und ich grinsten uns hinter seinem Rücken an. Es hatte Spaß gemacht, den Bergfluss zur Rutsche umfunktionieren! Vorallem, weil es ein gewisses Risiko bergte. Immerhin war die Strömung stark, esgab kleinere Wasserfälle dort und man lief Gefahr, gegen einen Felsen zu prallen... paradiesisch!

"Du als Tochter des Alphapaares solltest es besser wissen, Fay. Wie kann man bloß so unvernünftig sein! Du wirst dieses Rudel mal leiten! Und nicht nur das, du musst auch auf die Mitglieder Acht geben. Du hast auch Pfote in Gefahr gebracht!"

Ich schnaubte. Immer dieser eine Vorwand... Tochter des Alphapaares! Na und? Ja, meine Eltern leiten das Rudel und ja, ich werde ihren Platz irgendwann einnehmen müssen. Doch von Freude deshalb kann nicht die Rede sein! Ständig wird über mich bestimmt, ständig muss ich die Vernünftige sein, ständig erinnern sie mich daran, das meine schon jetzt nicht allzu große Freiheit ein Ende haben wird. Wieso muss ich das auch machen?! Ich bin vier Jahre alt und noch lange nicht bereit für den Posten! Doch denkt nicht, ich würde meine Eltern nicht lieben. Natürlich tue ich das...

"Tut uns Leid, Großvater...", entschuldigte ich mich und Pfote und ich versuchten, reumütig auszusehen. Er grinste leicht amüsiert. "Tut es garnicht. Aber, was verbrauch ich meine Stimme, wenn es euch sowieso nicht interessiert... also, lauft schon. Aber sucht nicht wieder die Gefahr!"

Das hörten wir schon garnicht mehr, weil wir längst weg waren. "Also, dein Großvater", grinste Pfote, "der kann ganz schön lange reden." Ich lachte. "Aber das sind wir ja sowieso gewöhnt!" Auf einmal kam ein Wolfswelpe aus unserem Rudel zu mir. "Hallo Fay! Das Alphapaar will mit dir reden, es sei dringend!" Ich sah ihn verdutzt an und rannte los. Was wollten meine Eltern zu so später Stunde noch?

"Hallo mein Liebes", empfing mich mein Vater und bat mich in die geräumige Höhle. Meine Mutter stand schwach auf und humpelte auf uns zu. Klar, sie war ja auch krank... schon seit Wochen. Niemand konnte ihr bislang helfen. Sie leckte mir zärtlich über die Nase und wollte etwas sagen, doch mein Vater stellte sich zu ihr. "Nicht doch, schon deine Stimme. Fay", er wandte sich zu mir, "es geht um folgendes und dieses ist sehr wichtig. Wir haben nun rausgefunden, wobei es sich bei der Krankheit deiner Muter handelt.. um ein sehr starkes Fieber. Es macht sie immer schwächer..." Er sah auf seine Frau, die sich hingelegt hatte und wieder eingschlafen war. Dann warf er mir einen ernsten Blick zu.

"Und nur ein bestimmtes Heilkraut kann ihr helfen - die Mondpflanze. Man sieht sie nur bei Vollmond und sie verdörrt innerhalb vier Tagen, wenn man sie pflückt. Es ist ein Vergehen, sie zu pflücken, ohne sie wirklich zu brauchen..." Ich sah ihn erschrocken an, doch er blickte zu Boden. "Man findet sie im Land hinter den Bergen, was, wie du weißt, sehr weit entfernt ist und viele Gefahren birgt."

"Ich ängstige mich nicht!", sagte ich mit fester Stimme. "Ich werde es suchen und finden, dann zu euch bringen und Mutter gesund machen." Er sah mich verblüfft an. "Fay! Du kennst das Risiko nicht. Die kleinen Späße, die du mit Pfote machst, sind nichts im Vergleich dazu." - "Vater! Sie stirbt, wenn wir nichts unternehmen!", sagte ich mit hohler Stimme. Er gab nach. "Du.. hast ja Recht. Aber ich habe Angst um dich." Ich lächelte ihn an und schmiegte mich an ihn. "Musst du nicht.. ich verspreche, so bald wie möglich wieder da zu sein."

Ich erzählte Pfote von meinem vorhaben und er war ebenso erschrocken wie mein Vater. "Es ist gefährlich, Fay!" Ich starrte ihn erstaunt an. "Hat Meiser Hasenfuß Angst?" Er grinste mich an: "Niemals! Ich begleite dich. Männlicher Schutz ist immer gut, vorallem für das Alphatöchterchen..." - "Idiot!", keifte ich nur und biss ihn spielerisch ins Ohr.

Im Morgengrauen dann brachen wir auf.

21.6.07 11:30
 


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