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Chapter 2: Jagd, Spiel, Schlaf - Kampf...?

Ich fror. Es war ein kalter Morgen und die Pfoten wurden durch das Tau nass und klamm. Pfote ging neben mir her und sah zu Boden.

Schließlich hielt ich die Stille nicht mehr aus, ich musste einfach etwas sagen.

„Pfote... wenn du mich doch nicht begleiten willst, dann verstehe ich das.“

Er sah auf und lächelte leicht. „Quatsch. Ich komm mit. Wenn dir was zustößt, dann wäre ich Schuld...“

 

Ich grinste ihn an. „Danke. Ist echt lieb von dir.“ Er lächelte nur verlegen, warf sich aber doch etwas in die Brust – Pfote konnte nicht so gut mit Komplimenten umgehen. „Gehen wir jagen?“, fragte er und leckte sich hungrig die Lippen. Ich nickte begeistert - schließlich waren wir seit einigen Stunden unterwegs und hatten noch nichts gefressen. „Okay!“

 

Ich hob witternd die Nase und sog die Luft ein, Pfote tat es mir nach. „Reh Richtung Osten“, meinte er und schaute fachmännisch drein. „Hm. Ich hab nur einen Hasen gerochen... aber ein Reh klingt besser. Also los!“

Wir liefen los und sahen nach einigen Metern ein einzelnes Reh auf einer Wiese stehen. Wir saßen im Gebüsch und beobachteten es. „Ich rechts, du links?“, fragte Pfote und ich nickte zustimmend.

 

Wir trennten uns und sprangen dann mit einem Satz aus verschiedenen Richtungen auf das Reh zu. Es war nicht sonderlich schwer, eines zu jagen und zu erlegen – wir hätten es auch einfach so töten können – doch wenn man so konzentriert vorging, machte es mehr Spaß. Das Reh raste davon und wir ließen es ein wenig laufen, ehe wir es schnell einholten. O-Ton Pfote: „Nicht das Haben macht Spaß, sondern das Jagen!“

 

Als wir es im hohen Gras verschlangen, meinte ich kauend: „Das hat Spaß gemacht. Wir haben schon lange nicht mehr zusammen gejagt!“ Er grinste. „Nächstes Mal jagen wir was größeres. Einen Hirsch!“ – „Oder ein Kamel!“ – „Ein Kamel?“ – „Klar, mal was exotisches.“ – „Lecker, und dazu chinesische Laufenten und Schnecken! Mal multikulturell speisen.“ – „Wo essen die denn Schnecken?!“ – „Na in Afrika, Fay.“ – „Pfui.“

Es machte Spaß, sich so zu unterhalten, und als wir wieder aufbrachen, hatten wir deutlich bessere Laune.

 

Als der Nachmittag einbrach, hatten wir uns schon ein ganzes Stück von unserem Startpunkt entfernt.

„Wir kommen gut voran!“, grinste Pfote, „bald sind wir da!“ Ich grinste. „Na, ein ganzes Stück haben wir ja noch vor uns.“ – „Immer schön optimistisch bleiben, meine Dame!“ Wir grinsten uns an.

 

Später dann ruhten wir uns am Fluss aus. Wir tranken, schliefen ein wenig – immer nur einer, der andere passte auf – und jagten uns dann im Wasser. Wir wühlten die Wildenten auf und versuchten, Fische zu fangen – war gar nicht so leicht! Die waren glitschig und rutschten uns immer zwischen den Pfoten weg, doch gerade das Knifflige machte den Fischfang zu einem Vergnügen. „Ich hab einen!“, triumphierte Pfote und versuchte hektisch, den fisch am Davonschwimmen zu hindern. Geschickt biss er ihm den Kopf ab und hielt den Fisch im Maul. Ich grinste. „Nicht schlecht, Herr Specht!“, und freute mich ehrlich für ihn. Er machte eine Kopfbewegung zum Ufer und schwamm ans Land, ich folgte ihm.

 

Netterweise überließ er mir die Hälfte des Fisches und am Abend fühlten wir uns satt und hundemüde, also beschlossen wir eine Höhle zu suchen.

Nach kurzer Zeit schon fanden wir eine, doch irgendwie kam sie mir komisch vor... Pfote schien auch beunruhigt, aber da wir kaum noch die Augen offen halten konnten, liefen wir hinein und legten uns hin. Schon nach kurzer Zeit waren wir eingeschlafen, als auf einmal zwei unheilvolle Augen in der Dunkelheit aufleuchteten.

21.6.07 22:30
 


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